Keeley Engineering Bubble-Tron

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Keeley Engineering Bubble-Tron Bild 3
Keeley Engineering Bubble-Tron Bild 4

Dieses Keeley-Pedal wurde als Hommage an die exotischen FX-Sounds aus der Rock-Frühzeit entwickelt.

Seine offizielle Produktbeschreibung soll an Frank Zappa gemahnen, der für seine Experimentierfreudigkeit bei den Gitarrensounds bekannt war. Der Erfinder Robert Keeley zitiert in seiner Beschreibung ein rares Vintage-Effektgerät, welches das Bubble-Tron wenigstens teilweise inspiriert haben soll, nämlich den MicMix Dyna-Flanger. Die “platzenden Seifenblasen” erinnern in etwa an Zappas legendäres Black Napkins Solo auf “Zoot Allures”, wo der Gitarrenton intensiv pulsierend eine Tremolo-Modulation erzeugt. So etwas schafft unter anderem das Keeley Engineering Bubble-Tron.

  1. Keeley Engineering Bubble-Tron: 3in1 Effekt
  2. Extreme Sounds mit dem Keeley Engineering Bubble-Tron
  3. Keeley Engineering Bubble-Tron: unser Fazit

Keeley Engineering Bubble-Tron: 3in1 Effekt

Das Keeley Engineering Bubble-Tron Pedal bringt komplexe Fähigkeiten mit, weil es drei Funktionsebenen bietet. Das sind der Filter, die Phase und Flange. Zwei dieser Ebenen arbeiten nicht statisch wie ihre konventionellen Vorgänger, sie lassen also nicht die LFOs permanent pulsieren. Vielmehr reagieren sie auf die Signalstärke und verändern dadurch ihre Effektmuster - eine VCA-Steuerung macht das möglich. Genauer lässt sich das so beschreiben:

  • Filter: Beim Band-Pass-Filtern wird das Signal prinzipiell wie bei einem Wah-Schaltkreis statisch gefiltert.
  • Phase: Es gibt zwei Phaser. Ein Low Frequency Oscillator wird über Rate eingestellt, der andere dynamisch von den Input-Signalen gesteuert. Diese beiden Phaser überlagern sich. In den Spielpausen steht die Dyna-Phase-Sektion still, sie startet erst mit einem neuen Signal. Bei der Einstellung “Rate 0” ist die Dyna-Phase-Sektion allein aktiv.
  • Flange: Hinsichtlich der Start-Stopp-Automatik ähnelt dieser Effekt dem Phaser, jedoch wird seine Delay-Zeit zusätzlich vom Gitarrensignal beeinflusst. Das Feedback lässt sich wahlweise negativ oder positiv polen, was die klangliche Variabilität deutlich erhöht.

Die Einstellung “Sensitivity” beeinflusst die Intensität des Effekts als Reaktion auf die Spielweise. Die Intensität selbst lässt sich wiederum per Depth einstellen, Level bestimmt die Lautstärke. Die Regler Depth und Rate erhielten noch Plus-Minus-Zeichen, weil sie zusätzlich als Feedback-Poti oder Parameter Shape (Veränderung der LFO Wellenlänge) fungieren können. Das Pedal ist ansonsten erstklassig verarbeitet und wird über eine DC-Buchse gespeist, ein Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen. Dazu zieht es mit 65 mA an 9 V DC zu viel Strom.

Extreme Sounds mit dem Keeley Engineering Bubble-Tron

Mit einem vollkommen clean eingestellten Verstärker entfaltet das Keeley Engineering Bubble-Tron eine eher geringe Wirkung, obgleich auch diese bei sparsamen Riffs einen gewissen Reiz entfalten kann. Der ganze Charme seiner Effekte lässt sich aber durch die Amp-Einstellungen sehr extrovertiert ausschöpfen. Distortion ist dabei bedeutsam, gern mehr als Crunch, denn hierbei werden heißere Sound-Ebenen beeindruckend komprimiert. Das Guitar-Volume beeinflusst dort eher wenig Lautstärke, doch ein dem Verstärker vorgeschaltetes Bubble Tron verändert dieses Verhalten. Eine Spielweise mit viel Kontrast zwischen sehr soft gegen Hard-Attacks schafft durch die beiden dynamischen Effekte einen extrem reizvollen Charakter, der ungemein expressiv und wie “noch nie gehört” wirkt. Die Modulation erzeugt drei schwache und einen lauten Impuls, was zum Beispiel die Eins von vier Achteln betonen kann. Im Sound ähnelt der Keeley Engineering Bubble-Tron etwa einem Synthies Sample-and-Hold-Filter, was über die Distortion schon sehr speziell klingt. Wer das musikalisch geschickt einsetzt, kann einem Song einen vollkommen neuen Charakter verleihen. Der Dyna-Phase lässt die Aura von intensiven Vibe-Effekten mitschwingen, was zu crazy Soloriffs führen kann. Auch ein dezenter Einsatz ist möglich, beispielsweise das Erzeugen hintergründiger Flächen mit dichten und tiefen Echos, die sphärisch wirken und in die sich lebendig reagierende „Weirdo“-Modulationen einbetten lassen. Der Flanger kann bei Distortion ein fast kreischendes Detune-Schwirren erzeugen. Seine dynamische Reaktion macht wiederum sehr subtile und sogar plakative Nuancierungen möglich.

Keeley Engineering Bubble-Tron: unser Fazit

Dieser Keeley-Effekt hat sehr viel zu bieten, benötigt allerdings - das muss erwähnt werden - ein Noise Gate, denn teilweise erzeugt er eine deutliche Rauschkulisse. Im Bubble Tron gibt es übrigens auf der Platine einen von zwei Schaltern, der beim Umlegen von der Factory-Einstellung Bank1 nach Bank2 die Effekte abmildert. Der andere Schalter verändert leicht den Höhenklang. Insgesamt erhaltet Ihr mit dem Keeley Engineering Bubble-Tron ein Effektgerät für einen expressiven bis exzessiven Gitarrensound, auf den experimentierfreudige Musiker gewartet haben. Einzig das Rauschen muss als Bug gelten, der vielleicht in einer späteren Version ausgebügelt wird. Der Preis entspricht dem von Produkten der US-Boutique-Szene und kann als noch akzeptabel gelten.

Informationen zum Hersteller:

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