Ibanez AZ-Serie 2018 - Erste Eindrücke

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Flitzefinger aufgepasst: Aus Japan, der ehrwürdigen Heimat der Samurai und ihrer legendären Schwerter, schwingt sich Ibanez, der Meister der ultraflachen und ultraschnellen Gitarrenhälse, wieder einmal auf. Mit der AZ-Serie schickt das Traditionsunternehmen im Jahr 2018 einige neue Modelle ins Rennen um die Krone der ultimativen Power-Strat.

  1. Die AZ-Serie
  2. Ibanez AZ-Serie: Der Hals
  3. Ibanez AZ: Korpus und Ergonomie
  4. Ibanez AZ – Tonabnehmer und Elektronik
    1. AZ-Modelle mit zwei Humbuckern
    2. AZ-Modelle mit HSS-Konfiguration (Humbucker am Steg + 2 Singlecoils)
  5. Fortsetzung im zweiten Artikel

Die AZ-Serie

Ibanez ist bekannt für seine ergonomisch gestalteten Modelle, die spätestens seit den 80ern den Zeitgeist jeder Generation treffen. Eigentlich verbindet man die Marke klar mit Anwendungen, die nach Gain und modernen Sounds verlangen. Nicht umsonst rüsten die Japaner Virtuosen wie Joe Satriani oder Steve Vai mit Signature-Modellen aus. Dennoch hat die Marke einige Modellreihen zu bieten, die eine klassischere Anmutung haben.

Die AZ-Serie präsentiert sich nun als Mitte zwischen diesen Extremen: Nicht ganz so klassisch wie zum Beispiel die AX- und AR-Serien, aber auch nicht gnadenlos modern wie die RG-Reihe. Sie spannen den Bogen zwischen Alt und Jung, Vintage und Moderne, zwischen Blues und Heavy Metal.

Die zwei Modellgruppen nennen sich Premium und Prestige. Beide haben sowohl Varianten mit zwei Humbuckern als auch mit HSS-Bestückung am Start. Sie unterscheiden sich in ihrer Substanz in einigen Merkmalen, folgen jedoch demselben grundsätzlichen Aufbau. Die neue Serie bietet wahnsinnig viele, interessante Innovationen. Der Fokus liegt dabei klar auf Spielgefühl und Komfort, Ibanez ist und bleibt eine Marke für Live-Player. Die AZ-Serie ist dabei für die „Player’s Player“, also die, die bestmögliche Performance von ihrem Instrument erwarten.

Ibanez AZ-Serie: Der Hals

Genug der Werbesprüche – was bieten die AZ-Modelle? Geht es um das Schlagwort Spielgefühl, muss man den Blick zuerst auf den Hals richten. Wir sehen einen Ahornhals, der „roasted“ ist. Sprich, sowohl der Hals als auch das aufgeleimte Griffbrett, wurden im Ofen geröstet. Neben der etwas dunkleren Farbe ergibt sich dadurch eine wesentlich geringere Holzfeuchtigkeit, daraus resultieren wiederum eine größere Stabilität, Haltbarkeit und Resistenz gegen Temperaturschwankungen. Das ist wichtig, damit das Instrument möglichst stimmstabil bleibt. Ahorn als eher empfindliches Holz muss gewöhnlich lackiert werden, um es vor Umwelteinflüssen zu schützen. Diese Behandlung im Ofen sowie eine spezielle Stickstoff-Anwendung ermöglichen es, den gesamten Hals mitsamt Griffbrett lediglich mit einem Öl-Finish zu versiegeln und so das Spielgefühl eines gut eingespielten Halses zu erlangen. Der Klang verändert sich dadurch auch, man nimmt dem Ahorn etwas von seiner natürlichen Trennschärfe und Brillanz in Richtung zu mehr Wärme und Sustain. Das schnelle Attack sollte davon jedoch unberührt bleiben.

Ibanez AZ: Korpus und Ergonomie

Der eigentliche Clou liegt jedoch am geschraubten Hals-Korpus-Übergang. Dieser sowie die hintere Seite des Korpus sind extrem ergonomisch und fließend ausgefräst, sodass auch die höchsten Lagen ohne Abstriche bespielbar sind. Das Halsprofil selbst beginnt mit einem C-Profil mit etwas mehr Fleisch als bei Ibanez üblich, konvertiert aber ab der Mitte immer mehr zu einem typischen, abgeflachten D-Profil.

Die gesamte Korpusrückseite, inklusive Rippenspoiler, ist auf höchsten Komfort ausgelegt. Natürlich erkennt man an der Silhoutte die Stratocaster-Ursprünge, wenngleich die Hörner Ibanez-typisch etwas schlanker und länger ausfallen. Balance, Gewicht und Tragekomfort sind exzellent und ermöglichen stundenlange Gigs.

Am Steg werden die Saiten durch eine von Gotoh entwickelte Brücke geführt. Dieses Vibrato-System besteht aus Titan-Reitern auf einem gusseisernen Stahlblock und arbeitet an zwei Punkten gegen eine Messerklinge. Die Materialauswahl begünstigt ein schnelles Attack sowie starke Bässe und ein reichhaltiges Höhenspektrum. Der Arm wird selbstverständlich komfortabel gesteckt, die Drehgängigkeit kann mithilfe einer Rändelschraube justiert werden. Der Saitenabstand schrumpft auf 10,5 mm. Was klassische Gitarristen ängstigen würde, ist für Techniken wie Sweep Picking jedoch absolut wünschenswert.

Ibanez AZ – Tonabnehmer und Elektronik

Ibanez hat sich von Seymour Duncan spezielle Tonabnehmer entwickeln lassen. Sowohl die Singlecoils als auch die Humbucker laufen unter der Bezeichnung „Hyperion“. Sie arbeiten mit Alnico-V-Magneten und produzieren dicke, straffe Bässe und klare Höhen. Ihre Konzeption geht in Richtung Vielseitigkeit, von cleanen Klängen bis hochverzerrten Sounds soll alles möglich sein. Verschaltet sind sie mit einem Mastervolumeregler, einem Mastertonregler, einem Fünfwegklingenschalter für die Tonabnehmerwahl sowie dem „dyna-MIX 10 Alter Switch“ – einem Zweiwegkippschalter, der insgesamt 10 Sounds ermöglichen soll.

1. AZ-Modelle mit zwei Humbuckern

Steht der Kippschalter nach rechts, befindet sich das System im Standard-Modus. Drei Stellungen des Wahlschalters sind selbsterklärend: Position 5 Richtung Zargen aktiviert den Steg-Humbucker, Position 1 Richtung Korpusmitte den Hals-Humbucker, Position 3 in der Mitte schaltet beide Humbucker parallel.

Die Zwischenschaltungen bringen Variabilität in die Angelegenheit. Position 2 aktiviert die jeweils äußeren Spulen der Humbucker, was einen Telecaster-ähnlichen Twang-Sound erzeugt. Position 4 aktiviert die beiden inneren Spulen, hier sind wir eher im Stratocaster-Land. Es gilt wie immer zu beachten, dass wir von Humbuckern sprechen, die als eben solche konzipiert sind und nicht als vollwertige Singlecoils. In Kombination, also den Zwischenstellungen, klingen die Einzelspulen aber durchaus überzeugend.

Legt man den Kippschalter um, gelangt man zu den reinen Singlecoils. Position 1 und 5 aktivieren jeweils einen Coil-Tap-Modus. Beim Coil Tap wird, im Gegensatz zum Coil Split, die zweite Spule nicht völlig deaktiviert, sondern lediglich früher angezapft. Sie hat daher in dieser Stellung deutlich weniger Wicklungen als die Hauptspule und sorgt für die Brummunterdrückung. Der Sound klingt wie ein sehr fetter Singlecoil oder ein sehr leichtfüßiger Humbucker. Die Hauptspule ist jeweils die näher zum Steg hin platzierte Spule. In Position 3 sind die Coil-Tap-Humbucker parallel geschaltet. Position 2 und 4 hingegen bieten einen klassischen Coil Split, eine Spule wird vollständig aus der Schaltung genommen. Zu hören bleibt die stegnähere Spule des jeweiligen Humbuckers.

2. AZ-Modelle mit HSS-Konfiguration (Humbucker am Steg + 2 Singlecoils)

Auch hier gilt: Steht der Kippschalter auf rechts, bietet das System die für Ibanez typische Verschaltung. Von Position 1 bis 5 ergeben sich: Hals-Singlecoil; Hals- und Mittel-Singlecoil parallel; Mittel-Singlecoil; Mittel-Singlecoil mit der Steg-nahen Spule des Humbuckers parallel; Steg-Humbucker.

Erst mit dem Kippschalter auf links tut sich die neue Welt auf. Allerdings bleibt in Position 5 der Humbucker wie er ist, genau genommen bieten diese Modelle also „nur“ 9 Grundsounds. In Position 4 hören wir nun aber die zur Mitte hin platzierte Spule des Humbuckers alleine, also Coil-Split.

Position 3 ist sehr interessant: Der Humbucker ist wieder aktiv, Hals- und Mittel-Singlecoil sind in Serie geschaltet, und das wiederum parallel mit dem Humbucker. Ähnliches sehen wir in Position 5, wo nur Hals und Mitte seriell miteinander geschaltet sind. Zwei Singlecoils in Serie sind im Prinzip nichts anderes als ein Humbucker. Allerdings klingen sie durch ihren weiten Abstand etwas schlanker und „twängiger“ als ein richtiger Humbucker, da sich mehr Frequenzen gegenseitig auslöschen.

In Position 4 gelangen wir ins Land der Telecaster, denn hier wird die Steg-nahe Spule des Humbuckers mit dem Hals-Singlecoil parallel geschaltet. Wem all diese Erklärungen zu den Schaltungen zu viel waren, der findet auf der Website von Ibanez zu jedem einzelnen Modell anschauliche Diagramme der verschiedenen Schaltungen mit farblicher Markierung, wann welche Spule wie geschaltet ist.

Fortsetzung im zweiten Artikel

Was die AZ-Serie sonst noch zu bieten hat und wie sich Premium von Prestige unterscheidet, erfahrt Ihr im nächsten Artikel – stay tuned!

Informationen zum Hersteller:

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