Epiphone Limited Edition Slash Les Paul

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Es gibt nur wenige Gitarristen deren Sound unverwechselbar und durch die Jahrzehnte hinweg in seiner Grundessenz gleich geblieben ist. Man kann Mark Knopfler mit seiner Stratocaster nennen, Peter Greens „out of phase” Les Paul, Brian May mit seiner selbst gebauten Red Special - oder eben Slash, der mit seiner Les Paul den Hard Rock seit Ende der 80er prägt.

  1. Slash und sein Sound
  2. Slash und die Les Paul
  3. Die Epiphone Slash Les Paul Standard Plustop
  4. Zubehör für die Epiphone Limited Edition Slash Les Paul
  5. Fazit zur Epiphone Limited Edition Les Paul

Slash und sein Sound

Sein Rhythmus-Sound ist geprägt von Mitten, die gleichzeitig fett und doch präzise aus den Lautsprechern knallen. Seine Soli sind wahlweise schneidend und schnell, aber besonders seine melodiösen, breiten, singenden Lines klingen seit „November Rain” und „Sweet Child O' Mine” jedem Rock-Fan im Ohr. Doch was macht seinen Sound so unverkennbar?

Prinzipiell kann man vier wesentliche Komponenten ausmachen:

1. Die Les Paul als Basis

Abgesehen von wenigen Ausflügen mit diversen B.C. Rich-Modellen sowie einer SG Doubleneck spielt Slash ausschließlich eine Les Paul und ist dafür 2017 der erste und einzige Markenbotschafter der Epiphone-Mutter Gibson geworden. Das ist insofern bewundernswert, als dass seine Les Paul, die er für die Aufnahme des Erstlings von Guns N‘ Roses, nämlich „Appetite for Destruction“, verwendet hat, gar keine Gibson war, sondern eine Kopie.

2. Humbucker von Seymour Duncan

Schon in seiner ersten Les Paul ließ er Humbucker mit dem Namen „Alnico II Pro“ verbauen, die er in seiner Zeit als Angestellter eines Musikladens kennen und lieben lernte. Diese Humbucker sind etwas speziell: Entgegen dem damaligen Zeitgeist hatten sie den etwas schwächeren Alnico-II-Magneten verbaut und waren auch nicht besonders heiß gewickelt – lediglich Werte um 9 kOhm stehen hier zu Buche. In Zeiten als alle Gitarristen eher heiße Modelle wie den JB mit 16-18 kOhm verbauten, um die Verstärker heftiger in die Verzerrung zu treiben, war das sehr ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist auch, dass die Alnico II Pro eher mitten- und höhenlastig sind, aber trotzdem recht knackige Bässe liefern. Clean ergibt das eher einen nasalen Klang, verzerrt sind sie Basis von Slashs Sound. Seit einigen Jahren hat Seymour Duncan exakte Repliken der damals verbauten Humbucker auf dem Markt, die Alnico II Pro Slash.

3. Marshall-Verstärker

Berühmt wurde Slash für die Verwendung von Silver Jubilee-Modellen, doch zu der Zeit von Appetite for Destruction existierten diese noch gar nicht. Damals kam wohl, man weiß es nicht sicher, ein MKII aus den 70er Jahren zum Einsatz. Auch dieser Sound wurde wieder zu neuem Leben erweckt, Marshall bietet seit ein paar Jahren eine limitierte Auflage des sogenannten AFD 100 an – ein Amp, der Slash den Sound liefert den er damals live und im Studio einsetzte. Diese Verstärker bieten übrigens, wie damals üblich, keine High-Gain-Verzerrung. Im Gegenteil, auch die Tonabnehmer bringen ja nicht viel Eingangspegel ins Spiel. Das Fett in seinem Sound kommt durch die Verwendung von V30-Lautsprechern und vor allem durch eines zustande: brachiale Lautstärke. Leise gespielt ergibt sich ein eher dünner, fast schriller Sound. Erst mit ordentlich Volumen geht die Sonne auf.

4. Seine Spielweise

Oft wird in der Diskussion um den Sound vergessen, dass das beste Equipment noch keinen guten Spieler macht. Wie bei jedem Gitarristen entsteht das, was Slash produziert, zuerst in seinem Kopf und dann in seinen Fingern. Klassische Skalen und Licks prägen sein Spiel, moderne Techniken wie Tapping oder den Einsatz eines mechanischen Vibrato-Systems findet man selten bis gar nicht. Wichtig für seinen Sound ist außerdem, dass er seine Gitarren einen Halbton tiefer stimmt und mit 11er Saiten von Ernie Ball spielt. Das in Verbindung mit seinem sehr harten Anschlag ergibt einen fetten, präzisen, tragenden Klang, der sich mit Les Paul, Alnico II-Humbuckern und dem Marshall zu seinem einzigartigen Sound zusammensetzt.

Slash und die Les Paul

In den 80ern war die Les Paul eher out. Die gesamte Rock-Welt stürzte sich auf Power-Strats wie die von Ibanez, Kramer, Jackson, Charvel und vielen anderen Marken, die natürlich mit verstimmungsfreien Vibrato-Systemen, vorzugsweise Floyd Rose und besonders heiß gewickelten Tonabnehmern ausgerüstet sein mussten. Das Ziel: Immer mehr Verzerrung, immer fettere Sounds, immer mehr Effekte. Als Slash mit einer Les Paul die Bühne betrat, wenn auch zunächst nur mit einer Kopie, hob er diese tot geglaubte Gitarre wieder aus der Versenkung.

So ist es nicht verwunderlich, dass Slash nicht nur Markenbotschafter ist, sondern Gibson ihm im Lauf der Jahre diverse Signature-Modelle gewidmet hat, allerdings immer in limitierter Auflage. Verschiedene Modelle die er nutzt wurden hier repliziert, von der Tobacco Sunburst aus dem Video zu „November Rain“ bis hin zur gelben „AFD“ mit Humbuckern in Zebra-Optik. Auch die Tochter Epiphone hat schon den ein oder anderen Versuch hinter sich, zuletzt gab es 2014 ebenfalls ein „AFD“-Modell als Einsteigermodell, das um die 250 Euro dotiert war. Verwunderlich, denn ein must-have gibt es bei Slash-Modellen: Das Meister besteht auf die Verwendung „seiner“ Alnico-II-Humbucker, und das Set alleine kostet schon um die 150 Euro.

Nun also folgt für 2018 die Epiphone Slash Les Paul Standard Plustop PRO in der neuen Farbe „Anaconda Burst“ mit einem besonders schönen AAA-Ahorn-Furnier als Decke. Davon wiederum sind hundert Modelle als Epiphone Slash Les Paul Standard Plustop PRO Premium Outfit auf dem Markt, die auf der Rückseite der Kopfplatte von Slash persönlich signiert sind.

Die Epiphone Slash Les Paul Standard Plustop

Doch was kann dieses Modell, außer jede Zunge zu zerbrechen, die den vollständigen Namen ohne Luftholen aussprechen will?

Schauen wir uns den grundsätzlichen Aufbau an, stoßen wir, natürlich, auf die altbekannte Rezeptur einer Les Paul: Dicker Mahagoni Korpus, auf dem eine Ahorndecke mit cremefarbenen Binding sitzt, ein Mahagoni-Hals und dazu ein Ebenholz-Griffbrett – nach Inkrafttreten des CITES-Artenschutzabkommens versucht man natürlich, Palisander zu meiden. Der Korpus ist „chambered“, also mit ausgefrästen Hohlkammern versehen, um so Gewicht zu sparen. Die sicherlich unspektakuläre Ahorndecke trägt außerdem ein dünnes Furnier, das der Optik dient, irgendwo muss man ja die Kosten einsparen. Die schöneren Ahornstücke kann man schließlich für viele Furniere verwenden.

Logo, Griffbretteinlagen, Verdrahtung, Mechaniken, all das bleibt so wie man es von Epiphone Les Paul Modellen kennt. Dieses hier trägt nur auf der Rückseite der Kopfplatte das Slash-Logo und ist mit den Alnico-II-Slash-Humbuckern bestückt. Als sinnvolle Aufwertung werden außerdem als Tonkondensatoren echte Orange Drops verwendet.
Diese Zusammenstellung lässt darauf schließen, dass man wahnsinnig viel Gitarre für das kleine Geld erhält – wobei, 900 Euro Straßenpreis sind keine Schleuderware, da darf man schon einiges erwarten. Natürlich kann und wird die Holzbasis nicht die sein wie bei den Gibson-Modellen oder gar dem Custom Shop, aber von Epiphone ist man hinsichtlich Material und Verarbeitung doch einen gewissen Standard gewohnt.

Zubehör für die Epiphone Limited Edition Slash Les Paul

Die Epiphone Slash Les Paul wird in der Standard Plustop PRO-Ausführung schon mit Gigbag, Epiphone StrapLocks, Echtheitszertifikat, Benutzerhandbuch, Truss-Rod-Schlüssel und einigem Epiphone-Merchandise geliefert. Die Premium Outfit legt nochmal einiges drauf und liefert, neben der echten Signatur, einen vollwertigen Instrumentenkoffer mit Slash-Logo sowie einen Ledergurt mit. Amtliche Ausstattung und in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit!

Fazit zur Epiphone limited Edition Les Paul

Wow, Epiphone schnürt hier echt das volle Slash-Paket und entfernt sich ganz weit von der „AFD-Outfit“ Les Paul von vor wenigen Jahren. Hier ist einiges geboten, das den geneigten Fan sicher hellhörig machen wird. Die Tonabnehmer von Seymour Duncan werden ihren Anteil dazu beitragen, dass man ganz viel vom Ton des Meisters in dieser Gitarre entdecken wird. Wir dürfen auch gespannt, wie viele der 100 Premium Outfits ihren Weg über den Teich nach Europa finden werden. Aber nicht nur für Fans wird sich ein Blick lohnen!

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