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Wie man eine gebrauchte Gitarre kaufen kann

Unser Ratgeber rund um die Nadel im Heuhaufen

Die Gitarre und ihre ursprünglichen Formen zählen zu den ältesten bekannten Musikinstrumenten und haben seit jeher die populäre Musik geprägt. Schon 2000 Jahre v. Chr. gab es im alten Ägypten mit Saiten bespannte Musikinstrumente, die gezupft wurden - die Vorläufer der heutigen Gitarre. Die wahren Rebellen und Tanzmusiker, aber auch viele Romantiker, fanden immer ihren Weg zum Zupfinstrument. Ob Harfe und Laute im Mittelalter oder die klassische Konzertgitarre in den heißblütigen Tänzen in Spanien und im Balkan: die gezupften Saiten sind sowohl Ausdruck leiser, besinnlicher als auch wilder und emotionaler Klänge.

Welche Bedeutung hat die Gitarre in der modernen Musik?

Obwohl die Gitarre schon oft totgesagt wurde, ist sie immer noch lebendig und beliebt. Schon Ende der 1950er Jahre weissagten viele Plattenfirmen das Ende von Gitarrenbands. In Wahrheit folgten aber die Beatles, die Rolling Stones und Jimi Hendrix, und nach ihnen die hinsichtlich Rock- und damit Gitarrenmusik legendären 70er, 80er und 90er. Aktuell erlebt die Musikwelt eine Phase, in der Pop und elektronische Musik immer mehr an Bedeutung gewinnen. Schaut man sich jedoch die Modellkataloge und die Absatzzahlen der Gitarrenhersteller an, stellt man fest, dass die Vielfalt von Gitarren größer als je zuvor ist. Und nach wie vor ist die Gitarre eines der beliebtesten Musikinstrumente, ob am Lagerfeuer oder auf den großen Bühnen dieser Welt: Fast jede Art von Musik ist ohne Gitarre undenkbar.

Welche Arten von Gitarren gibt es und wie viele sind das?

Die Masse an Gitarrenspielern jedes Levels ist schier unfassbar, und mit ihr auch die Masse an Instrumenten, die gekauft, gespielt und irgendwann wieder verkauft werden. Der Umschlag an Gitarren ist aus zwei Gründen deutlich größer als bei anderen Musikinstrumenten. Zum einen ist der Begriff „Gitarre“ sehr weitläufig, gibt es doch sehr verschiedene Musikinstrumente, die als Gitarre definiert werden. Die klassische Form der Gitarre ist die Konzertgitarre, die früher mit sechs Saiten aus Darm, heute aus Nylon, bespannt wird. Sie prägt den Klang, den die meisten Menschen nach wie vor mit der Gitarre verbinden. Ihr nahe verwandt sind Flamencogitarren, die ähnlich aufgebaut sind, aber eine verstärkte Decke besitzen und durch die sehr flache Saitenlage einen etwas anderen Klang entwickeln. Musikinstrument E-Gitarre verkaufenDie Holzauswahl klassischer Konzertgitarren ist nicht strikt festgelegt, folgt aber einigen Konventionen. Die Decke ist typischerweise aus Zedernholz gefertigt, Boden und Zargen dagegen meist aus Palisander oder Mahagoni. Der Hals besteht in der Regel aus Mahagoni oder Ahorn, das Griffbrett aus Palisander oder Ebenholz. Ihr nahe verwandt sind Westerngitarren, die mit sechs Saiten aus Stahl bespannt werden. Diese Gitarren stammen aus der Western- und Countrymusik, prägen mittlerweile aber auch das Klangbild von traditionelleren Stilen wie Folk. Und natürlich bilden sie die Grundlage der heute populären Musik, denn sie waren aufgrund ihrer höheren Lautstärke und des brillanteren Klangs das Mittel der Wahl in Jazz und Blues. Ihr Aufbau ist ähnlich zu dem der Konzertgitarren, allerdings ist die Decke bevorzugt aus Fichtenholz gefertigt und ihr Hals wird mit einem Stahlstab verstärkt, der dem deutlich höheren Saitenzug entgegenwirken soll.

Aus der Westerngitarre entwickelte sich die E-Gitarre. Zunächst einmal versuchte man, die Westerngitarre mithilfe eines magnetischen Tonabnehmers elektrisch zu verstärken. Daraus entstanden die sogenannten „Archtop“-Gitarren, die weiterhin einen dicken, vollständig hohlen Korpus hatten, aber mit einem Tonabnehmer an einen Verstärker angeschlossen werden konnten. Innovatoren wie Gibson und Fender veränderten dieses Konzept noch weiter. Zunächst gab es flachere E-Gitarren mit eher kleineren Hohlräumen (Semiakustik), die vor allem Rückkopplungen im lauten Live-Einsatz vermeiden sollten. In den 50ern begann man jedoch, Tonabnehmer auf massive Hölzer zu montieren: Die E-Gitarre war geboren. Eine Gibson Les Paul oder Fender Stratocaster klingen ohne Verstärker gespielt sehr dünn und leise, aber bieten mit ihrer elektrischen Verstärkung vielfältige Klänge. Eine E-Gitarre kann aus beliebigen Hölzern und in jeder erdenklichen Form gebaut werden, Modelle von Gibson, Ibanez, Yamaha und vielen weiteren Herstellern belegen das.
Für Kontrabassspieler in Blues- und Jazzformationen erfand man auch einen Bass mit magnetischem Tonabnehmer in Gitarren-ähnlicher Form – den heutigen E-Bass, der allerdings nicht, wie fälschlicherweise oft gedacht, eine Bassgitarre darstellt.

Welche Rolle spielen die Hölzer und was muss ich dabei beachten?

Jedes Holz hat charakteristische Klangeigenschaften, die Zusammenstellung der Hölzer ist essentiell für die Akustik der Gitarre. Wer eine Gitarre kaufen möchte, sollte sich überlegen, welche Klangeigenschaften wünschenswert sind und welche Hölzer dieses Ergebnis ermöglichen. Allerdings darf man vor allem bei einer Konzertgitarre oder Westerngitarre nicht vergessen, dass die Abmessungen und die Bauform des Korpus die Klangform noch viel stärker beeinflussen. Bei E-Gitarren spielt wiederum die verwendete Elektronik eine essentielle Rolle, vor allem die verwendeten Tonabnehmer. Im Wesentlich muss man hier zwischen einspuligen (Singlecoil) und doppelspuligen Tonabnehmern (Humbucker) unterscheiden. Singlecoils klingen eher klar, knackig und filigran, Humbucker dagegen fetter und mittenbetonter.

Kurz: Die Hölzer einer Gitarre lassen zwar viele Rückschlüsse auf ihre Akustik zu, aber sie alleine sprechen nicht die ganze Wahrheit. Wer den Klang einer Gitarre erfassen will, wird nicht umhinkommen, das Instrument selbst zu testen. Außerdem ist Holz ein lebendiger und sich in gewissem Maße verändernder Werkstoff. Selbst wenn zwei Gitarren völlig identisch gefertigt sind, wird ihr Klang in Nuancen anders sein, wenn nicht sogar deutlich. Auch mit modernen Fertigungsmethoden ist es nahezu unmöglich, zwei völlig identische Instrumente herzustellen.

In der heutigen Zeit werden außerdem auf vielen Gitarren bedrohte Holzarten gerne durch andere ersetzt. Nato und Sapeli sind beispielsweise beliebte Ersatzsorten für Mahagoni geworden, Ovangkol ist nahe mit dem Palisander verwandt. Aber auch heimische Hölzer wie Nussbaum, Kirsche, Birne und Linde werden vor allem von kleineren Unternehmen gerne verwendet. Außerdem werden Hölzer nicht nur anhand klanglicher, sondern auch optischer Eigenschaften ausgewählt.

Besonders Ahorn wird dafür hergenommen. Seine verschiedenen, natürlichen Mutationen werden als hochwertige Deckenverzierungen verwertet. Am beliebten ist sicher „geflammtes Ahorn (flame maple oder curly maple)“, also eine Maserung, die an Flammen erinnert. Je intensiver die Maserung, desto wertvoller das Holz und damit auch das Instrument. Aufgeschwemmtes Ahornholz, das ausgiebig getrocknet wird, dann aber wie mit Wolken verziert aussieht, nennt sich „quilt maple“, ein durch Pilze zerfressener Ahorn nennt sich „spalted maple“. Schon Streichinstrumente sind für dieses Aussehen bekannt, auf der Gitarre verhält es sich nicht anders. Besonders die Gibson Les Paul Custom sowie die Kreationen von Paul Reed Smith und anderen Edelherstellern (Custom Shops) sind bekannt dafür.

Wie entscheide ich mich für eine Gitarre?

Ein kleiner Leitfaden zum Kauf einer Gitarre

Erfahrene Spieler wissen um die Historie von Gitarre und Bass und um den Einfluss der Hölzer, Tonabnehmer und Bauformen. Unerfahrene Spieler können sich von der Vielfalt der Optionen jedoch leicht überfordert fühlen. Noch schwieriger ist es für Laien, die die Gitarre gar nicht für sich selbst, sondern als Geschenk kaufen.
Je weniger Erfahrung der Käufer hat, desto mehr muss er sich vor dem Kauf darüber schlau machen, welche Unterschiede es gibt. Welche Hersteller sind empfehlenswert, welche nicht? Welches Modell möchte man spielen? Wie viel Geld möchte man investieren? Welches Zubehör wie Koffer oder Verstärker muss man erwerben? Auf diese Fragen gibt es keine pauschalen Antworten, sie hängen von vielen Faktoren ab.
Ein Anfänger sollte sich kein Modell von Gibson, Fender, oder Yamaha für mehrere tausend Euro anschaffen. Ein erfahrener Spieler hingegen, der sich qualitativ verbessern will und im Studio beim Recording gut klingen will, wird mit einer Gitarre für wenige hundert Euro nicht glücklich werden. Er will vielleicht eher eine maßangefertigte Gitarre aus einem Custom Shop kaufen.

Art der Gitarre

  • Konzertgitarre
  • Westerngitarre, mit oder ohne elektrischen Tonabnehmer
  • E-Gitarre
  • Bass (der keine Gitarre im eigentlichen Sinne ist, sondern ein Kontrabass im Format einer Gitarre)

Ausrichtung

  • „vintage“ orientiert (Anm.: „Vintage Guitar“ bedeutet bezeichnet alte Gitarren aus den 50ern bis 70ern, die noch nicht so hoch entwickelt waren. Aufgrund ihrer dennoch hervorragenden Klangeigenschaften durch die lange Einspielzeit imitieren viele Hersteller den Klang und das Gefühl von Vintage Instrumenten)
  • moderne Bauform

Zustand

  • Quasi fabrikneu („mint“) oder relativ wenig gebraucht, keinerlei Spielspuren („near mint“)
  • normal gebraucht, mit Spielspuren, aber ohne sichtbare Schäden („excellent“)
  • stark gebraucht, mit Spielspuren und ggf. leichten, sichtbaren Schäden, die jedoch das Instrument nicht beeinträchtigen („used“, „worn“, „player’s guitar“ etc.)
  • stark gebraucht, mit stärken Spielspuren und klar sichtbaren Schäden im Lack und/oder Holz ohne funktionale Beeinträchtigung („roadworn“, „relic“, „heavy relic“, „real vintage / classic“)
  • beschädigt, ohne Aufarbeitung oder Reparatur nicht spielfähig

Qualitäts- und Preisklasse

  • Einsteigermodell (Preis neu bis 500 Euro, gebraucht bis 250 Euro)
  • Mittelklassemodell für Fortgeschrittene (Preis neu zwischen 500 und 1500 Euro, gebraucht zwischen 250 und 800 Euro)
  • Gehobene Mittelklasse für Spieler mit größeren Ambitionen oder Sonderwünschen (Preis neu zwischen 1500 und 2500 Euro, gebraucht 800 bis 1800 Euro)
  • Luxusmodell für stark gehobene Ansprüche (Preis neu ab 2500 aufwärts, gebraucht ab 1800 Euro aufwärts)

Äußere Erscheinung

  • Lackierung (transparent oder deckend)
  • Verzierungen
    • Griffbrettumrandung („fretboard binding“)
    • Korpusumrandung („body binding“)
    • Griffbretteinlagen („Inlays“)

Unterklasse

  • Klassisch mit sechs Saiten
  • Erweiterter Tonumfang durch sieben oder mehr Saiten
  • Mit Chorsaiten: Zwölf Saiten á sechs Saitenpaare. Seltener auch einzelne Saitenpaare wie die ersten beiden Saiten (e- und h-Saite)
  • Baritongitarre (auch „longscale“)
  • Minigitarre oder Traveler Guitar, Kindergitarre („shortscale“)

Kauft man für sich selbst, muss man sich entscheiden, welche Form von Gitarre man kaufen möchte. Kauft man die Gitarre für eine andere Person, sollte man möglichst genau wissen, welche Stilrichtungen die beschenkte Person abdecken will und auf welchem spielerischen Level sie sich befindet. Ein Einsteiger sollte eine Konzertgitarre oder Westerngitarre mit sechs Saiten, transparenter Lackierung und ohne viel Zierrat in den eher unteren Preisregionen kaufen. Für einen Profi, der etwas Spezielles haben möchte und viel Recording im Studio einspielt oder auf der Bühne auftritt, wird mindestens die Mittelklasse infrage kommen müssen, oft auch kombiniert mit spezielleren Bauformen.

Außerdem ist auch wichtig, welches Zubehör enthalten sein soll. Hochwertige Musikinstrumente sollten man immer inkl Koffer kaufen. Bei einer E-Gitarre spielt außerdem der Verstärker eine fast so wichtige Rolle wie die Gitarre selbst. Es gibt zahlreiche Verstärker, die verschiedenste Klänge und Optionen bieten.

Welche Gitarre, welcher Bass und/oder welcher Verstärker passen am besten zu mir?

Diese Frage stellen sich alle Gitarristen und die Antwort darauf ist in aller Regel nicht eindeutig. Das führt dazu, dass viele Spieler mehrere Gitarren, Verstärker und/oder Bässe besitzen und diese auch regelmäßig spielen. Denn tatsächlich sind die Gitarren untereinander äußerst verschieden. Selbst wenn die Holzarten sowie die grundsätzliche Korpusform gleich sind, unterscheiden sich beispielsweise Westerngitarren von Gibson, Ibanez und Yamaha ganz erheblich voneinander. Auch eine Konzertgitarre verschiedener Hersteller hat viele feine Nuancen und Unterschiede.

Noch eklatanter wird der Unterschied bei E-Gitarren: Wer einmal Modelle wie eine Gibson Les Paul und eine Fender Stratocaster gespielt hat, erkennt die Unterschiede auf den ersten Blick. Spielgefühl, Klangform und Aussehen unterscheiden sich so sehr, dass man sie für komplett verschiedene Musikinstrumente halten könnte.

Welches Modell also passend ist, entscheidet sich anhand der folgenden Merkmale:

  1. Akustik oder elektrisch?
  2. Vintage, classic oder modern?
  3. bevorzugte Musikrichtung
  4. Vorlieben beim Spielgefühl
  1. Verwendungszweck (Haupt- oder Übungsinstrument? Für daheim, das Studio oder für die Bühne?)
  2. Welche anderen Gitarren besitze ich bereits?
  3. Persönlicher Geschmack

Ist man sich über diese Kriterien im Klaren, ergibt sich aus der Schnittmenge eine engere Auswahl an Gitarren, über die man nachdenken sollte, denn jede Gitarre hat ihren ganz bestimmten Verwendungszweck und einen Einsatzbereich, in dem sie besonders gut zur Geltung kommt. Fender und Gibson sind beispielsweise für eher klassische Stilrichtungen bekannt, Ibanez für moderne Metal-Stilrichtungen, Yamaha bleibt wohl ewig ein Geheimtipp für gute Akustikgitarren und ist eher für seine Pianos und musikalisches Zubehör berühmt.

Um den Einsatzbereich für einen Bass, eine Gitarre oder einen Verstärker herauszufinden, hilft nur eines: Erfahrung. Diese Erfahrung kann man sich zum Teil anlesen, das Internet und einschlägige Fachliteratur/-magazine geben viel Aufschluss darüber, welche Gitarren für was geeignet sind. Letzten Endes hilft aber nur der Selbsttest. Um wirklich zu wissen, wie sich verschiedene Gitarren anfühlen und verhalten, muss der Spieler sie einfach spielen. Erst dann merkt man selbst, ob man mit ihnen zurechtkommt und ob sie den eigenen Stil unterstützen. Selbst (oder gerade!) die hochwertigsten Gitarren sind bei weitem nicht für jeden Spieler geeignet! Für manche passt einfach eine Yamaha, für manche eine Fender, für manche etwas ganz anderes perfekt.

Welche Gitarre eignet sich für Kinder?

Für Kinder gestaltet sich die Lage oft schwieriger, denn ihre Hände sind meist zu klein, um auf einer normal großen Gitarre oder gar einem Bass zu spielen. Dennoch beweisen auch klein gewachsene Männer wie Malcolm Young oder Frauen wie Melissa Etheridge, dass auch sie ein vollwertiges Instrument meistern können. Je nach Wachstum sollten Jugendliche ab ca. 11-13 Jahren in der Regel schon in der Lage sein, „richtige“ Gitarren zu spielen. Für jüngere Kinder gibt es spezielle Shortscale Westerngitarren oder ¾ Konzertgitarren, die etwas kleiner sind und eine kürzere Mensur haben. Aber auch die Sonderbauform der Mini- oder Traveler Guitar, die einen sehr kleinen Korpus und kürzere Mensur besitzt, aber trotzdem in Standardstimmung gespielt wird, kann eine Option für Kinder sein.

Am besten ist es, sich vor dem Kauf bei dem Gitarrenlehrer zu erkundigen, welche Größe aktuell empfehlenswert wäre. Da das Kind irgendwann der Gitarre entwächst, kann man hier einen Gebrauchtkauf empfehlen, da man sich nicht nur Geld spart, sondern das Instrument bei guter Pflege auch nahezu verlustfrei wieder verkaufen kann.

Wo kann man eine gebrauchte Gitarre kaufen?

Gebrauchte Gitarren verkaufen sich über viele Wege. Man muss sich aber zunächst entscheiden, ob man eine Gitarre privat oder bei einem gewerblichen Händler erstehen möchte.

Gewerbliche Händler kennen den Markt sehr gut und verkaufen daher zu einem marktgerechten Preis. Bei ihm kann man außerdem benötigtes Zubehör wie Saiten, Plektren, Kapodaster und vieles mehr kaufen .Sie sind zur Gewährleistung verpflichtet, sprich, die Ware und das Zubehör müssen sich exakt in dem Zustand befinden, in dem sie beschrieben wurden – also im Regelfall muss die Gitarre voll spieltüchtig sein. Der Händler bietet außerdem eine Beratung an und hat natürlich eine größere Auswahl als eine Privatperson zu verkaufen.

Ein privater Anbieter dagegen möchte sein Instrument möglichst gut verkaufen. Er muss auch nichts gewährleisten, die Kundenzufriedenheit nach dem Kauf kann ihm daher egal sein. Im privaten Verkauf ist die Preisspanne aber auch sehr groß. Man kann echte Schnäppchen ergattern, aber umgekehrt werden auch viele Instrumente zu einem viel zu hohen Preis inseriert.

Beide Arten von Verkäufern findet man sowohl vor Ort als auch im Internet. Kleinanzeigen gewinnen mehr und mehr an Beliebtheit, haben jedoch oft den Nachteil, dass das Instrument versandt werden muss und vor dem Kauf nicht selbst getestet werden kann. Grundsätzlich ist ein persönlicher Test immer zu empfehlen. Jedoch kann man eine gebrauchte Gitarre jedoch auch privat kaufen und wenn sie einem nicht zusagt, zu nahezu gleichen Konditionen selbst wieder verkaufen.

Wie erkenne ich gute oder schlechte Kleinanzeigen?

Gute Kleinanzeigen enthalten immer vier essentielle Bestandteile

  1. aussagekräftige Bilder von allen Details des Instruments
  2. Informationen zum Modell (Hersteller, Baujahr, Name des Modells, Hölzer, Art der Tonabnehmer etc.)
  3. Informationen zum Zustand (wie stark benutzt, Schäden, eventuelle Modifikationen, besondere Wertminderungen oder Wertsteigerungen)
  4. welches Zubehör mit verkauft wird

Fehlt etwas davon, kennt sich entweder der Ersteller der Anzeige nicht besonders gut aus oder hat etwas zu verbergen. Außerdem sollte man misstrauisch werden, wenn der Preis im Vergleich besonders hoch oder besonders niedrig ist. In jedem Fall sollte man den Verkäufer stets offen ansprechen, wenn man noch Informationen zur Gitarre oder zum Zubehör benötigt. Ein seriöser Verkäufer wird diese immer liefern!

Tut er das nicht, empfehlen wir, Abstand vom Kauf zu nehmen. Denn entweder handelt es sich um einen Betrug oder man wird mit dem Instrument nur Ärger haben. Nur erfahrene Spieler mit viel Fachwissen, die den Zustand und Wert des Instruments selbst sehr gut einschätzen können, sind in der Lage, einen solchen Kauf inkl aller Risiken doch zu tätigen.

Was muss ich beim Kauf über Kleinanzeigen beachten und wie kann ich mich vor Betrügern schützen?

Das Internet birgt die große Gefahr des Betrugs. Vor dem Kauf kann niemand wissen, ob die inserierten Bilder und Beschreibungen auch tatsächlich zutreffen. Private Verkäufer müssen keine Gewährleistung auf die Ware bieten, das Instrument kann also auch schlechter sein als beschrieben.

Allerdings darf auch ein privater Verkäufer keine mutwillig falschen Angaben machen, die den Käufer in die Irre führen. Weicht der Artikel wesentlich von der Anzeige ab, liegt ein Betrug vor und der Käufer kann dagegen vorgehen. Unser Portal Audio.Deals unterstützt beide Seiten dabei, die Kaufvorgänge ehrlich und sicher abzuwickeln. Wir schützen die Käufer bestmöglich vor Betrügern und unterstützen dabei, die Täter bei Betrugsfällen dingfest zu machen.

Das ist besonders wichtig, denn beim Privatverkauf über Kleinanzeigen ist es Usus, dass zuerst die Zahlung geleistet wird und der Verkäufer die Ware erst nach Geldeingang verschickt. Das setzt natürlich gegenseitiges Vertrauen voraus. Eine Alternative dazu ist Barzahlung bei persönlicher Abholung.

Sicher kaufen und verkaufen! Sicherheitshinweise