Fender Mustang ® Bass PJ in einer Neuauflage

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Vor einem halben Jahrhundert brachte Fender den ersten Mustang Bass heraus. Er wurde extra mit verkürzter Mensur gebaut, damit Gitarristen leichter auf den E-Bass umsteigen können.

Diese sogenannte Shortscale-Mensur machte klangliche Kompromisse erforderlich. Auch die hohe Qualität der frühen Mustangs wie bei allen Fender-Instrumenten änderte daran nichts. Der Kurzbass verkaufte sich aber gut, obwohl die echten Bassisten über die kurze Mensur ein wenig lästerten. Der Klang wurde in den 1960er bis 1970er Jahren auch durch die damals unterdimensionierten Bassanlagen beeinträchtigt. Nachdem sich das Equipment im Laufe der Jahrzehnte verbesserte, wurden Shortscale-Bässe rehabilitiert: Eine moderne Bassanlage kann viele Defizite an Tondefinition und Knackigkeit ausgleichen. Zum goldenen Jubiläum hat Fender das Instrument nochmals hinsichtlich der Tonabnehmer verbessert. Der moderne Fender Mustang-Bass PJ ist mit J-Singlecoil am Steg und zweigeteiltem P-Splitcoil am Hals ausgestattet.

  1. Fender Mustang® Bass PJ: bauliche Features
  2. Die Besonderheiten der Fender Mustang® Bass PJ Mensur
  3. Fender Mustang® Bass PJ: Spielbarkeit
  4. Fazit zum Fender Mustang® Bass PJ

Fender Mustang® Bass PJ: bauliche Features

Ein moderner Fender Mustang® Bass PJ ist immer noch kurz und handlich, jedoch gleicht seine Bauart der von großen Fender-Bässen. Sein Massivkorpus besteht aus erstklassigem Erlenholz, der einstreifige Ahornhals wird vierfach aufgeschraubt. Ein hinterer dunkler „Skunk Stripe“ füllt die Ausfräsung des Spannstabs, das Griffbrett besteht aus Palisander und ist mit 19 Medium-Jumbo-Bünden ausgestattet. Das Korpusholz und die Kopfplatten-Vorderseite sind hochglänzend lackiert, die Halsrückseite wurde griffig mattiert. Offene Stimmmechaniken und ein simpler Blechwinkel-Steg mit jeweils separat einstellbaren Saitenreitern sind genauso beschaffen wie bei den großen Fender-Bässen, die aktuelle PJ-Version des Mustangs hat sogar - wie die großen Bässe - Alnico-Pickups. Lediglich deren Schaltung wurde leicht vereinfacht. So gibt es beim Fender Mustang® Bass PJ keine stufenlose Mischbarkeit wie bei einem Jazz Bass von Fender. Im Potifeld gibt es nur einen Volume-Regler und eine Höhenblende. Die Tonabnehmerwahl nimmt der Bassist per dreistufigem Toggle Switch vor.

Die Besonderheiten der Fender Mustang® Bass PJ Mensur

Die Mensur eines Saiteninstruments ist die Länge der schwingenden Saite zwischen Sattel und Steg. Beim ersten Fender-Bass betrug sie 34?, also 864 mm. Firmengründer Leo Fender fand diese Länge experimentell als günstigen Kompromiss zwischen einem komfortablen Spiel und sauberer Intonation heraus. Eine klassische Kontrabass-Mensur ist über einen Meter lang, die kürzere E-Bass-Mensur war also für einen geschulten Kontrabassisten kinderleicht zu greifen. Gitarristen allerdings und Musiker mit kleinen Händen fanden das längst nicht leicht genug. Daher wurden noch kürzere und damit noch leichter spielbare Mensurlängen eingeführt. Es gab auch die umgekehrte Entwicklung: Modernen Fünf- und Sechssaiter-Bassgitarren hatten mit 888 oder 915 mm extralange Mensuren. Das hat etwas mit dem Klang zu tun: Mit wachsender Saitenlänge bei gleicher Stimmung wird der Saitenzug straffer. Die strafferen Basssaiten klingen „drahtiger“, bei einer kurzen Mensur entsteht hingegen ein weicherer und in vielen Stilistiken erwünschter Klang. Letzten Endes ist die Entscheidung zwischen Longscale- und Shortscale-Mensur also auch eine Frage der Musikrichtung und des persönlichen Geschmacks (des Bassisten und seiner Band). Im Hardrock oder Metal könnte der Fender Mustang® Bass PJ unerwünscht sein, im Jazz hingegen aus rein klanglichen Gründen begrüßt werden. Wer eine sehr tiefe Stimmung mit mindestens fünf Saiten wünscht, ist mit der langen Mensur jedoch immer besser bedient.

Fender Mustang® Bass PJ: Spielbarkeit

Der Fender Mustang Shortscale Bass wiegt nur 3,5 kg, allerdings ist er kopflastig. Wenn ihn der Bassist loslässt, saust die Kopfplatte abwärts. Da das Instrument insgesamt sehr kompakt ist, lässt sich das aber beherrschen. Das C-Profil des Halses unterstützt das Spielgefühl, bei schnellen Riffs - die durch kurze Bundabstände unterstützt werden - ist das ein eindeutiger Vorteil. Ab Werk sind .045er Saiten auf dem Fender Mustang® Bass PJ, deren Ton auch bei festem Anschlag satt bleibt. Die moderne Mustang-Version hat zudem einige typische Probleme von Shortscale-Bässen überwunden, darunter den Klang beim Ausschwingen der E-Saite. Das Tonvolumen ist umfangreich, durch den geteilten Splitcoil-Pickup entsteht ein mächtiger Bassklang. Zusammen mit dem nahe am Steg platzierten J-Singlecoil ergeben sich drei praxisgerechte Grundklänge von knackig-trocken über breitbandig ausgewogen bis wuchtig-bassig. Damit setzt sich der Bassist charaktervoll im Band- Sound durch.

Fazit zum Fender Mustang® Bass PJ

Die Neuauflage des speziellen Fender-Klassikers dürfte Bassvirtuosen und Jazzer auf jeden Fall begeistern, durch die erweiterte Pickup-Bestückung ist das Instrument außerdem praxistauglicher geworden - auch beispielsweise für den Bassisten einer Coverband. Zu den Vorzügen beim neuen Fender Mustang® Bass PJ gehören das Klangverhalten und die markanten Sounds, die leichtgängige Spielbarkeit, die von Fender erwartbare erstklassige Verarbeitung und die Tonabnehmer. Lediglich die Kopflastigkeit müssen Bassisten beachten.

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